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Farm Trans und Nachhaltigkeit: Interview mit Hans Heuvelmans – Personalleiter

„Der Motor muss rund laufen“
20 | 09 | 2023

Welche Erfahrungen haben Sie bisher bei Farm Trans gemacht?
„Unsere Firma ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. Dank dieses Wachstums ist Farm Trans ein unglaublich toller Arbeitsplatz. Wir sind immer in Bewegung – auch im übertragenen Sinne. Aufgrund des rasanten Wachstums musste sich auch unsere Organisation verändern. Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, eine Personalabteilung aufzubauen, die diese Entwicklung unterstützt. Das zeigt sich etwa daran, dass von den rund hundert neu eingestellten Mitarbeitern im letzten Jahr alle immer noch bei uns sind.“

Wie hat sich die Herangehensweise der Personalabteilung in den letzten vier Jahren verändert?
„Früher haben wir einem neuen Lkw-Fahrer im Grunde einfach die Schlüssel in die Hand gedrückt und ihn losgeschickt. Heute läuft das ganz anders. Wir haben die Farm Trans Academy ins Leben gerufen, in der die Fahrer unser Unternehmen und unsere Arbeitsweise kennenlernen können und erfahren, was von ihnen erwartet wird. Unsere Fahrer erhalten von uns aber nicht nur Schulungen und Weiterbildung. Zum Beispiel stellen wir ihnen ab Herbst, wenn sie bei Kälte und Regen arbeiten müssen, Winterjacken zur Verfügung, ohne dass sie erst darum bitten müssen. Solche Dinge vermitteln Wertschätzung, was an keinem Arbeitsplatz fehlen sollte. Genauso kümmern wir uns darum, dass es immer einen Ansprechpartner gibt, falls Probleme auftauchen. Natürlich haben wir nicht immer sofort eine Lösung parat, aber es ist wichtig zu wissen, dass wir ein offenes Ohr haben und uns nach Kräften bemühen, das Problem zu beheben.“

Was tun Sie in Ihrem Unternehmen für die körperliche und geistige Gesundheit?
„Mir liegt es sehr am Herzen, das Bewusstsein für diese Themen bei all unseren Mitarbeitern zu schärfen. Ich betrachte es als gemeinsame Verantwortung. Unsere Fahrer fangen früh an, haben lange Arbeitstage und sitzen die meiste Zeit in ihrem Fahrerhaus. Daran kann ich nichts ändern. Ich kann ihnen aber helfen, unter diesen Umständen etwas für ihre Gesundheit zu tun. Ein Beispiel: Wenn man eine halbe Stunde darauf wartet, dass der Wagen be- oder entladen wird, nutzt man die Zeit für ein paar Dehnübungen oder einen Spaziergang? Man hat immer eine Wahl. Ich möchte einen Anstoß geben und Fahrern ihre Entscheidungsfreiheit bewusst machen.“

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?
„Wir wollen noch mehr auf Prävention setzen. Wenn die Knie kaputt sind oder man im Burnout landet, ist es schon zu spät. Um dem vorzubeugen, bedarf es maßgeschneiderter Lösungen. Dem einen hilft es vielleicht, ein Fahrrad nutzen zu können, während die andere eher von einfachem Zugang zu gesunden Mahlzeiten profitiert. Das ist natürlich eine große Herausforderung, aber ich freue mich darauf, sie Schritt für Schritt zu meistern (wobei ein FitBit sehr hilfreich sein kann)!“